Criterion Theatre

Das Criterion Theater in London wurde um 1870 erbaut. Alles begann damit, daß die Caterer Spiers und Teich einen Wettbewerb für die Gestaltung einer neuen Konzerthalle aussetzten. Dieses Vorhaben fand recht hohen Anklang und Mr. Thomas Varity erhielt den Auftrag ein großes Restaurant, Speiseräume, einen Ballsaal und einen gallerieartig angelegten Konzertsaal zu entwerfen. Der Stil dieser Konzerthalle ähnelte dem Einfluß der französischen Renaissance von Portland-Stein. Als die Bauarbeiten begonnen hatten wurde entschieden diesen Konzertsaal in ein Theater umzuwandeln. Auf den gefliesten Treppen sind heute noch die Namen der Künstler verzeichnet die dieses Theater prägten.

Die Namen wurden nicht entfernt und können bis heute besichtigt werden. Über dem Theater mit Ballsaal im Obergeschoss sind das Restaurant und der Speisesaal neu gestaltet worden. Mr. Spiers und Teich wurden die Erteilung einer Schanklizenz erschwert weil das Theater unterirdisch gelegen und mit Gas beleuchtet war und man fürchtete das Risiko der entstehenden Dämpfe. Das Gremium der „Metropolitan Board of Works“ mußte zwei Mal eine Abstimmung durchführen um eine notwendige Lizenz erteilt zu bekommen. Es wurde verlangt, daß frische Luft in das unterirdische Theater geleitet werden solle um einer eventuellen Erstickungsgefahr vorzubeugen. Auf diesem Wege sei dann die Erteilung einer Lizenz möglich. Bis zum Oktober 1881 war das Savoy-Theater das erste Theater, daß mit Elektrizität beleuchtet wurde. Mr. Thomas Verity überwachte die baulichen Änderungsmaßnahmen am Theater sodaß die Belüftung zum Theater, Restaurant und Speisesaal befriedigend waren.Anschließend wurde das Criterion Theatre mit einer Inneneinrichtung von Simpson & Son ausgestattet. Das Einfügen von notwendigen Lüftungsschächten bedeutete jedoch, daß die örtliche Lage des Restaurant verändert werden mußte. Es mußten neue Korridore und Anschlußstellen geschaffen werden. Das hatte zur Folge, daß das Auditorium und die Bühne völlig neu rekonstruiert und gestaltet wurden. Die alten Umkleidekabinen wurden entfernt und neue errichtet. Vor allem wurde hier dann an die Installation von Strom gedacht. So wurde das Criterion Theatre in ein gut aussehendes, belüftetes Haus verwandelt. Am 16. April 1902 erfolgten weitere Umbaumaßnahmen wodurch das Theater für sieben Monate geschlossen werden mußte. Zwischen den Weltkriegen liefen im Criterion Produktionen wie „Die Reise nach Jerusalem“ von John Gielgud und im Jahre 1936 „Französisch ohne Tränen“. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges wurde das Theater als Kriterium der BBC als Sendestudio requieriert weil man dort, wegen der unterirdischen Lage des Theaters, vor feindlichen Luftangriffen geschützt war.

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Während dieser Zeit blieb aber immer die Angst,daß das Theater durch feindliche Angriffe zerstört und verloren gehen könnte. Im Februar des Jahres 1975 erteilte das GLC Planning Committee eine Weiterentwicklung des Theaters unter der Bedingung, daß eine fortwährende und ununterbrochene Nutzung beibehalten werde. Seit dem Jahre 1970 wurden hochkarätige Künstleraktivisten wie John Gielgud, Edward Woodward, Diana Rigg, Robert Morley und Prunella Scales eingespannt um die Gefahr zu mindern, daß das Theater doch noch geschlossen werden könnte. In den 1980er Jahren kaufte der Kunstmäzen Robert Bourne und seine Frau Sally Green das Theater-Impressario. Von 1982 bis 1990 fand an den Rückseiten und Vorderseiten des Theaters eine Renovierung statt. Nach der Renovierung stand nun ein gut erhaltenes, viktorianisches Auditorium zur Verfügung. Bedeutende Produktionen wie „Tom Torheit“, „Cannot pay“ wurden hier aufgeführt.

Informationen zu Criterion Theatre:

Preise für ein Ticket:

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Adresse:

218-223 Piccadilly
Piccadilly Circus
London W1V 9LB
Vereinigtes Königreich

Eröffnet:

21. März 1874

Kapazität:

588 Plätze

Nächste U-Bahn Station:

Piccadilly Circus

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