House of Lords

Das House of Lords (oder House of Peers) ist einer der beiden Kammern des britischen Parlaments. Derzeit setzt sich das House of Lords aus zwei Mitgliederklassen zusammen. Dies sind zum einen die weltlichen Lords (Lords Temporel) und zum anderen die geistlichen Lords (Lords Spiritual). Die überwiegende Mehrheit des englischen Oberhauses wird heute aus den sogenannten Adligen auf Lebenszeit (Life Peers) gebildet, die ihren Titel nicht weiter vererben können. Der Zugang zum Oberhaus wurde den ernannten Lords erst durch den Life Peersages Act von 1958 ermöglicht. Ihren Titel erhalten diese Personen auf Vorschlag des Premierministers oder durch das House of Lords Appointments Commission. Vor der Reform von 1958 bestand die Mehrheit des Oberhauses vorwiegend aus Adligen mit vererbbaren Titeln (Hereditary Peers).

Unter dem britischen Premierminister Tony Blair wurde die Zusammensetzung des Oberhauses nochmals grundlegend geändert. Mit der Parlamentsreform von 1999 (dem House of Lords Act) wurde die Anzahl der Sitze der Erb-Peers auf eine Obergrenze von 92 festgelegt. Mehrere hundert andere verloren dabei ihren erblichen Anspruch. Während die weltlichen Lords ihren Sitz lebenslang innehaben, besitzen die geistlichen Lords ihren Anspruch nur solange wie sie ihre kirchlichen Ämter bekleiden. Die insgesamt 26 Sitze der geistlichen Lords werden jeweils durch zwei Erzbischöfe der katholischen Kirche und 24 Bischöfen der anglikanischen Kirche besetzt. Das House of Lords entstand im Laufe des 14. Jahrhunderts. Die Bezeichnung House of Lords wurde allerdings erst im 16. Jahrhundert allgemein gebräuchlich. Der Bestand dieser Institution wurde seit dieser Zeit nur einmal kurzfristig unterbrochen und zwar während des englischen Bürgerkrieges unter der Diktatur von Oliver Cromwell in den Jahren von 1649 bis 1660. Einst war das House of Lords mit wesentlich mehr Machtbefugnissen ausgestattet als heute. Die jeweiligen Klassifizierungen wie Oberhaus für das House of Lords und Unterhaus für das House of Commons sind noch alte Relikte aus jener Zeit. Ab dem 19. Jahrhundert schwanden jedoch diese Privilegien zusehens.

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Heute ist das britische Oberhaus mit bedeutend weniger Machtbefugnissen ausgestattet. Nach den Reformen von 1911 und 1949, den sogenannten Parliament Acts, besitzt das vom House of Lords eingelegte Veto, für die ihm vorgelegten Gesetzesentwürfe in erster Lesung, lediglich nur noch eine aufschiebende Wirkung von zwölf Monaten. Gänzlich scheitern lassen kann es diese jedoch nicht. Die Entwürfe, die sich bereits in der zweiten Lesung befinden, sind dagegen vom Vetorecht ausgenommen. Gleichfalls trifft dies in Gänze auch auf alle jene Gesetze zu, die sich mit der Regulierung der Finanzen und des Staatshaushaltes befassen. Bis heute sind die Reform- und Modernisierungsversuche des britischen Oberhauses nicht abgeschlossen. In der britischen Öffentlichkeit sind dies heiß diskutierte und manchmal sehr umstrittenen Maßnahmen. Ziel der Reformer ist es, das die eigentlichen Mitglieder des House of Lords nur noch aus gewählten Repräsentanten bestehen sollen. Auch soll die bisher bestehende vorherrschende Repräsentanz des englischen Südens aufgebrochen und gegen eine ausgewogneren Mischung der deutlich unterrepräsentierten englischen Regionen wie etwa von Schottland, Wales und Nordirlands ausgetauscht werden. Ein entsprechender Antrag wurde am 7. März 2007 von der Mehrheit des britischen Unterhauses bereits beschlossen. Die endgültige Verabschiedung kam dann jedoch ins Stocken. Sie kann allerdings jederzeit und ohne Zustimmung des Oberhauses umgesetzt werden.

Informationen zum House of Lords:

Erste Sitzung:

22. Januar 1801

Sitz:

Palace of Westminster
London

Abgeordnete:

785

Nächste U-Bahn Station:

Westminster

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