Piccadilly Line

Bereits im Jahre 1906 wurde die Piccadilly Line eröffnet. Seit 1928 fand sie am Piccadilly Circus mit ihren elf Rolltreppen eine der wichtigsten Stationen und ihren Namensgeber. Diesen Namen verdankt die belebte Londoner Straßenkreuzung dem Schneider Robert Baker, der im 17. Jahrhundert auf die Idee kamen, einen steifen Kragen auf den Markt zu bringen, den die Spanier unter der Bezeichnung „Picadillo“ kannten. Der Schneider erfreute sich eines Tages eines gewissen Vermögens und nannte später seine Villa „Piccadilly Hall“. Davon leitet sich bis heute auch die Piccadilly Line ab. Sie führt in London von West nach Ost über eine Gesamtstrecke von 73,4 Kilometern und umfasst 53 Stationen, von denen 25 unterirdisch sind.

In vierzig Minuten gelangen Reisende vom Airport London Heathrow, dem drittgrößten Flughafen der Welt, bis nach Kensington und damit ins Zentrum der Millionenstadt. Die erste Bahn setzt sich am frühen Morgen um fünf Uhr in Bewegung, und der Fahrbetrieb erfährt bis nach Mitternacht keine Unterbrechung. Alle zwei Minuten passiert ein Zug der Piccadilly Line einen der Bahnhöfe. London ist stolz darauf, über das älteste U-Bahn-Netz aller Zeiten zu verfügen. In anderen Zentren Europas wurden erst viel später unterirdische Röhren zum Zwecke der Lenkung des Verkehrs errichtet. Die Wände der Tunnel sind fast überall mit einer starken schwarzen Schicht bedeckt, doch daran haben sich die Passagiere längst gewöhnt. Dies ist ein Indiz für das Alter dieser Strecken. Schon vor langer Zeit hatten es viele Londoner satt, sich permanent über den wachsenden überirdischen Straßenverkehr zu ärgern. Der Trend ging unter die Erde und damit in eine etwas düstere Welt aus Gängen, Schächten und Hallen. Im 2. Weltkrieg dienten einige Stationen der Piccadilly Line als Schutzkeller vor den Bomben. Einige der wichtigsten Bahnhöfe heißen Acton Town, Hammersmith, Barons Court, Earls Court, South Kensington, Knightsbirde, Hyde Park Corner, Piccadilly Circus, Leicester Square, Covent Garden und Kings Cross/St. Pancrass. Alle Stationen sind die Tore zu den interessantesten Punkten dieser eindrucksvollen Metropole.

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Wer die Piccadilly Line zum Beispiel in Knightsbirde verlässt, der kann von dort in wenigen Schritten das weltbekannte Kaufhaus Harrods erreichen. Auch bis zum Hyde Park, der grünen Lunge der Weltstadt, ist es von hier nicht sehr weit. Und der berühmte Piccadilly Circus ist so etwas wie der Knotenpunkt der Stadt mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden. Wer als Urlauber in London so viel wie möglich sehen möchte, der sollte sich zur Piccadilly Line begeben. Übrigens gibt es Pläne, die Linie über Heathrow hinaus bis Slough zu erweitern. Tagtäglich steigen etwa drei Millionen Menschen hinab, um zur Schule oder zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen. London und seine Underground-Bahnen – das ist zweifellos eine Einheit. Dies ist das älteste Metrosystem auf der Welt und überaus wichtig, um den Verkehrsstrom der riesigen Stadt sinnvoll zu lenken. „Tube“ sagen die Londoner zu diesem röhrenförmigen Tunnel, und so mancher Engländer kann der U-Bahn in der Metropole an der Themse sogar einen gewissen Charme abringen. Das gilt in einem besonderen Maße für die Piccadilly Line, die kreuz und quer durch London führt. Etliche Stationen dieser Linie dienten als Kulisse vielbeachteter Filme. Hier ermittelten Sherlock Holmes und Dr. Watson.

Informationen zu Piccadilly Line:

Eröffnet:

1906

Stationen:

53

Länge:

73,4 Kilometer

Linienfarbe:

Dunkelblau

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