Englische Telefonzelle

Sie gilt als eines der Londoner Wahrzeichen schlechthin – Die typisch englische Telefonzelle. Das nostalgische Modell in knallroter Lackierung ist die erste Telefonzelle des Vereinigten Königreichs, die aus Beton gefertigt und mit einer einfachen Holztür versehen ist. Die Geschichte des Kultmodells geht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1924 wurde die Zelle des Typs K2 im Rahmen eines Design-Wettbewerbs von dem britischem Architekten Sir Giles Gilbert Scott für die Postbehörde Großbritanniens entworfen – mit großem Erfolg. Scott gewann mit seiner Telefonzelle mit dem klassischem Kuppeldach, das dem des Mausoleums von Sir John Soane nachempfunden wurde und erlangte damit schon bald weltweite Berühmtheit. In Scotts Originalentwurf war die Zelle zunächst jedoch komplett in silber gehalten. Doch um sie schon aus der Ferne gut erkennbar zu machen, strich sie die britische Post nachträglich rot. Die Herstellungskosten für ein Modell betrugen damals knapp 50 britische Pfund. Wegen der hohen Anschaffungskosten und der für den allgemeinen Gebrauch zu großen Abmessung wurden etwa 1500 Stück der Zelle gefertigt und nur im Raum London aufgestellt. Im Jahre 1929 beauftragte die britische Postbehörde Sir Giles Gilbert Scott, ausgehend von der kleineren und kostengünstigeren K1 und dem stilvollem Design der K2 eine neue Telefonzelle zu kreieren. Das war die Geburtsstunde des Modells K3, von dem in den folgenden sechs Jahren rund 12.000 Stück verbreitet wurden.

Zum silbernen Thronjubiläum von König Georg V. fertigte Architekt Scott im Jahre 1936 aus dem Typ K2 eine weitere neue Zelle, das Modell K6, das unter dem Namen Jubele Kiosk in die britische Geschichte einging. Unglücklicherweise starb der König noch bevor er eines der fertigen innovativen Modelle je zu Gesicht bekommen hatte. Bis zum Ende der 1930er wurden von dem Typ K6 rund 20.000 Stück im gesamten Vereinigten Königreich aufgestellt. In den urbanen Zentren Englands wurde die typisch rote Farbgebung konsequent beibehalten. Lediglich in ländlichen Gebieten waren auch alternative Farbgebungen möglich. Um sich in die Farbharmonie der restlichen Umgebung perfekt einzufügen, konnten alternativ auch die Farben grün, gelb, weiß oder grau (battleship grey) gewählt werden. In Städten hingegen war die auffällig rote Lackierung Pflicht, um dadurch die schnelle Erkennbarkeit der Telefonzelle zu fördern, sodass Hilferufe noch schneller erfolgen konnten. Im Jahre 1939 folgte die Einführung der Mark II Version, die besser gegen Vandalismus geschützt war als ihre Vorgänger. Mit der Herrschaft von Königin Elisabeth II. ab 1953 wurde das Dach der Zelle mit der Georgskrone geschmückt. 1962 wurden einige Modelle des Typs K7 in England verbreitet und ab 1968 um K8-Zellen erweitert.

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Die aktuelle rote Telefonzelle zeichnet sich durch ein modernes Design und eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit durch ihr robustes Gehäuse aus Eisen und Aluminium aus. Seit dem Jahr 2002, in dem noch über 90.000 Stück des kultigen Modells in ganz Großbritannien im Umlauf waren, war die Zahl 2012 auf nur mehr 51.500 gesunken. Seit dem Februar 2001 werden alle noch vorhanden roten Telefonzellen als historische Bauten von einer privaten initiative geschützt. Inzwischen schmückt das Trendmodell nicht nur Englands Straßen, sondern auch als beliebter Dekogegenstand viele stilbewusste Wohnungen.

Informationen zu Englische Telefonzelle:

Wo findet man diese:

Überall in der Stadt sind diese noch zu finden

Kann man dort noch telefonieren:

Ja

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