London Sprache

Natürlich wird in London Englisch gesprochen, wie überall in Großbritannien. Aber trotzdem ist Englisch nicht gleich Englisch und wer die Hauptstadt Großbritanniens besucht, der kann mit seinem „Schulenglisch“ manchmal schon an seine Grenzen stoßen. Natürlich wird er die Straßenschilder und Hinweistafeln lesen können, er wird auch die Speisekarten der Lokale und die Fahrpläne schnell verstehen und im Hotel oder in Geschäften verstanden werden. Aber die ganz normale Unterhaltung mit „ganz normalen“ Londonern könnte unter Umständen etwas schwieriger werden. Das liegt zum einen daran, dass London so kosmopolitisch ist. Die rund 8 Millionen Menschen im Großraum London gehören zu 160 Nationen und sprechen an die 300 unterschiedliche Sprachen und Dialekte.

Fährt man nur ein paar Stationen mit der U-Bahn oder dem Bus kann man manchmal glauben, in ein anderes Land geraten zu sein. Auch wenn das britische Empire inzwischen Vergangenheit ist, hat es doch in London sehr deutliche Spuren hinterlassen. Es gibt Stadtteile, in denen die Masse der Bewohner aus fremden Ländern stammt. So leben zum Beispiel in Soho sehr viele Chinesen, im East End sehr viele Menschen aus der Karibik, aus Afrika und aus Indien. Rund um die Brick Lane sind Pakistani und Bangladesher in der Mehrheit, in Vauxhall Portugiesen und in Stamfort Hill orthodoxe Juden aus Osteuropa. Auch wenn die Einwohner oft den britischen Pass haben und schon in der zweiten oder dritten Generation in London leben, sprechen sie ihr ganz spezielles und manchmal schwer verständliches Englisch. In der Londoner U-Bahn (Tube) wurde zum Beispiel im Jahr 2014 einmal ermittelt, wie viele Fahrgäste welche Sprachen benutzten. Dabei kam heraus, dass jeder vierte Londoner sich in der Öffentlichkeit nicht auf Englisch unterhielt. Die zweit häufigste Sprache war französsich, an drittel Stelle kamen die indischen Sprachen und an vierter die pakistanischen. Aber auch die Londoner, deren Familien seit Jahrhunderten an der Themse leben, haben Dialekte. Einer davon ist Cockney. Der Cockney-Dialekt ist ein Londoner Regionaldialekt. Man sagte früher, dass ihn nur jene Londoner sprechen würden, die in der City of London leben und zwar in Hörweite der Kirchenglocken von St.Mary-le-Bow. Heute ist Cockney eine Art Unterschichten-Dialekt oder Slang, der für Außenstehende nur sehr schwer zu verstehen ist.

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Dann gibt es in London natürlich auch das Upper-Class-English, auch Queens English oder Received Pronunciation (PR). Dieses Englisch versteht der Nichtmuttersprachler in London recht gut. Jedes Wort wird übertrieben korrekt ausgesprochen und alle Vokale stark betont. Mancunian ist ein Dialekt, der eigentlich rund um Manchester gesprochen wird. Aber er ist auch in London häufig zu hören, schließlich gibt es ja genug Zugewanderte. Auch Mancunian ist nicht leicht verständlich, hier werden Vokale und starke Konsonanten oft vollkommen anders ausgesprochen. Kommen Londoner ursprünglich aus Liverpool, dann sprechen sie oft Scouse, einen Dialekt, den einst die Beatles salonfähig gemacht haben. Stammen sie aus Schottland, wird die Sache meist noch schwieriger. Trotzdem kommen Ausländer mit der Londoner Sprechweise meistens sehr gut zurecht. Gerade weil die Stadt so multikulturell ist, ist sie weltoffen und freundlich auch zu Fremden. Darüber hinaus sind die allermeisten Londoner sehr hilfsbereit und wiederholen gerne jeden unverstandenen Satz.

Informationen zu London Sprache:

Ist Schulenglisch für eine Reise nach London ausreichend:

Ja

Wird in London auch Deutsch gesprochen:

Ja, in manchen Hotels und Geschäften

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