Southwark Cathedral

Eine sehr schöne Kirche in London die sich im Bezirk Southwark befindet

Southwark Cathedral in London

In London findet sich eine große Anzahl an Kirchen. Als eine der interessantesten und geschichtsträchtigsten zählt jedoch die Southwark Cathedral, die am linken Ufer der Themse im gleichnamigen Bezirk Southwark zu finden ist. Die Geschichte des im gotischen Stil erbauten Gebäudes reicht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. Besucher können im Inneren der Kirche eine Vielzahl an Denkmälern und schöne Glasfenster bestaunen.

Eine historische Kirche

Das Besondere an der Kathedrale ist, dass sie eines der wenigen Gebäude in Southwark ist, das das neunzehnte Jahrhundert überdauert hat, denn aufgrund des Baus der London Bridge und vieler Eisenbahnschienen mussten viele historische Bauwerke dieses Stadtteils dem Erdboden gleichgemacht werden. Und auch die Southwark Cathedral überstand diese Zeit nur mit Glück, denn die Rampe zur London Bridge befindet sich nur wenige Meter entfernt. Zwar ist die Kirche gemeinhin nur als Southwark Cathedral bekannt, ihr offizieller Name lautet jedoch Cathedral church of St. Saviour and St. Mary Overie. Den Zusatz „Overie“ erhielt sie aufgrund ihrer Lage „over the river“.

Geschichte

Die Geschichte der Kathedrale reicht, wie bereits erwähnt, bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. So findet sich bereits im Domesday Book aus dem Jahr 1086 ein Hinweis auf die Kirche. Man sagt zwar, dass schon im siebten Jahrhundert an diesem Ort ein Kloster gestanden haben soll, doch diese Tatsache ist umstritten. Im Jahre 1212 wurde das Gebäude durch einen großen Brand fast vollständig zerstört, doch nur wenige Jahre später begann der Wiederaufbau. Und auch zu Ende des 14. Jahrhunderts fiel sie einem erneuten Feuer zu Opfer.

Renovierung

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts war die Kirche schon soweit verfallen, sodass intensive Renovierungsmaßnahmen nötig waren. So wurden im Laufe der Jahre der Turm, der Retrochor und das Kirchenschiff komplett restauriert. Ihren Kathedralsstatus erhielt die Kirche übrigens erst im Jahre 1905. Heute sind ihr eine Bibliothek, eine Mensa, ein Geschäft und ein Besucherzentrum angeschlossen. Obwohl die Southwark Cathedral vielen Umbauarbeiten unterzogen wurde, ist ihr Erscheinungsbild sehr homogen und stimmig.

Stil

Erbaut wurde die Kathedrale im gotischen Stil. Es lassen sich sowohl englische, als auch französische Elemente erkennen. Es gibt einige Denkmäler und Grabstätten im Inneren, die kunstvoll verziert sind. So fanden unter anderem auch die bekannten Schriftsteller John Gower und John Fletcher hier ihre letzte Ruhe. Im südlichen Seitenschiff befindet sich eines der bedeutensten Denkmäler, welches eine Hommage an William Shakespeare darstellt. Denn dieser lebte von 1599 bis 1611 in Southwark.

Innenraum

Hinter dem Altar ist eine Leinwand, die den Chor vom Retrochor unterteilt. Die zwei Reihen von Statuen zeigen Christus, Heilige, Bischöfe und Menschen, die in Verbindung mit der Geschichte der Kirche gebracht werden. Ins Auge fällt vor allem die zentrale vergoldete Statue, die Maria zeigt. Ein imposantes und eindrucksvolles Schmuckwerk stellt auch die Orgel dar, die vom Orgelbauer T.C. Lewis erbaut wurde, während ihr Gehäuse vom bekannten Viktorianischen Architekten Arthur Blomfield entworfen wurde. Die Trakturen sind elektropneumatisch.

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Seitenschiff

Von Interesse sind auch die zahlreichen kunstvollen Glasfenster der Southwark Cathedral. Zu den bemerkenswertesten gehören mit Sicherheit diejenigen, die sich in der Nähe des Ausgangs am nördlichen Seitenschiff befinden und die von Charles Eamer Kempe erbaut wurden. Darauf zu sehen sind Menschen, die am Bau des Gebäudes beteiligt waren. Das Fenster, welches sich in der Nähe des Denkmals von William Shakespeare befindet, greift seine Themen auf und zeigt Figuren aus seinen berühmten Stücken.

Gottesdienste

Veranstaltet werden heutzutage tägliche Gottesdienste, die viel Zuspruch finden. Doch auch regelmäßige Orgelkonzerte finden großen Anklang. Das Cafe und die sorgsam gepflegten Gartenanlagen sind bei Besuchern, sowie Einheimischen gleichermaßen beliebt.