Richmond Park

Der größte Königliche Park in London

Der größte Königliche Park in London ist der Richmond Park

Richmond Park ist der größte unter den acht königlichen Parks in London und außerdem der größte von ihnen. Der gesamte Park steht unter Naturschutz. 
Die Geschichte des Parks begann im Jahre 1625. Damals zwang ein Ausbruch der Pest den englischen König Charles I., seinen Wohnsitz von der Hauptstadt nach Außerhalb zu verlegen.

Seine Wahl fiel dabei auf Richmond Palace. Das angrenzende Gelände ließ er anschließend von einer Mauer umschließen und in einen Park umwandeln, den er vor allem für die Jagd nutzte. Jedoch gewährte der König den Londonern weiterhin das Recht, den Park zu betreten. Nachdem es in den folgenden Jahrhunderten immer wieder zu Unstimmigkeiten in Bezug auf den Parkzutritt kam, wurde der Park 1872 endgültig zum öffentlichen Gelände erklärt.

Naturforscher Sir Richard Owen

Im späten 19. Jahrhunderte lebte der bekannte Naturforscher Sir Richard Owen im Park. Vor allem durch Edward VII. (1901-1910) wurde die Öffnung von Richmond Park systematisch vorangetrieben und auch noch die letzten Hindernisse für Besucher beseitigt. Wenig später wurden Fußball- und Cricketfelder sowie ein Golfplatz angelegt.

Im Ersten Weltkrieg wurde der Park auch für militärische Experimente und zur Unterbringung von Verwundeten verwendet. Im Zweiten Weltkrieg wurde hier ein Fernmelderegiment stationiert. Während der Sommerolympiade von 1948 beherbergte der Park das olympische Dorf. Der große Sturm von 1987 richtete im Park verheerende Schäden an. Ebenso der Burn´s Day Sturm von 1990. Mehr als eintausend ausgewachsene Bäumen fielen ihnen zum Opfer.

Viele Tiere leben dort

Der Richmond Park ist ein Refugium für Spechte, Eichhörnchen, Hasen, Schlangen, Frösche und Kröten sowie Hirschkäfer. Außerdem werden im Park gehäuft Wellensittiche gesichtet, die wohl von Haustieren abstammen aber inzwischen im Park eine eigene Population gegründet haben. Zudem beherbergt der Park Rotwild und Damwild in großer Zahl.

Die Tiere wurden vor Jahrhunderten als potentielle Jagdbeute ausgewildert, werden heute jedoch geschützt. Viele von ihnen leiden allerdings an Borreliose, die durch Zecken übertragen und auch für den Menschen gefährlich ist. Es wird daher auch von offizieller Seite empfohlen, die vorgegebenen Wege möglichst nicht zu verlassen.

Es gibt vieles zu sehen im Park

Im Park gibt es mehrere sehenswerte Gebäude. Pembroke Lodge war der Wohnsitz des Premierministers John Russell. Außerdem wuchs hier auch sein Enkel, der berühmte Philosoph Bertrand Russell auf. Heute befindet sich in dem Gebäude ein Restaurant.
 In der Thatched House Lodge lebte während des Zweiten Weltkriegs der amerikanische General Eisenhower.

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Seit 1963 ist es der Wohnsitz von Prinzessin Alexandra.
 Die White Lodge war ursprünglich als Jagdhütte für Georg II. gebaut worden. Hier wurde Edward VIII. geboren. In den 20er Jahren lebten hier der spätere König George VI. und seine Frau. Neben der natürlichen Vegetation besticht der Park auch durch seine Blumenrabatten.

Jubilee Plantation

Dazu gehört die Jubilee Plantation, die 1887 anlässlich des goldenen Thronjubiläums von Queen Victoria angelegt wurde. Das Bluebell Glade ist ein Schutzgebiet für Waldhyazinthen. Die Teck Plantation erinnert an den Grafen und die Gräfin von Teck, Eltern der späteren Königin Mary. Die Victoria Plantation wurden 1946 zur Feier des Kriegsendes angelegt.

Im Jahre 1980 wurde auch ein kleines dreieckiges Blumenbeet zum 80. Geburtstag der Königinmutter angepflanzt. Vom Sawyers´ Hill aus hat man einen ausgezeichneten Ausblick auf die Londoner Mitte mit dem London Eye, dem Natwest Tower und dem Gherkin.

Informationen zu Richmond Park:

Adresse:

Richmond
Greater London
Vereinigtes Königreich

Gegründet:

1634

Nächste U-Bahn Station:

Richmond

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