Bank of England

Mit ihrem Sitz in London ist das Institut Bank of England die Zentralbank des Vereinigten Königsreichs Großbritannien und Nordirland. Die Bank, die im Jahre 1694 gegründet wurde, bestimmte zeitweise die Währungspolitik des Pfund Sterling und ist heute Mitglied der Europäischen Zentralbanken.

Geschichte:

Als im Jahre 1688 König William III. und Königin Mary II. die Regentschaft übernahmen, standen die Kredit- und Geldwirtschaft auf einem niedrigen Niveau und die finanzielle Situation war schwierig. Hinzu kamen die hohen Verluste der englischen Handelsflotte im Jahre 1693, bezüglich des Überfalls des Smyrna-Konvoi, wo einige Händler Londons und viele Versicherer Pleite gingen. Ferner konnte für den Schutz der Flotte, der dafür notwendige Ausbau der Royal Navy aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht durchgeführt werden. Die weitere Entwicklung der Bank of England in den folgenden Jahrhunderten weist eine Vielzahl von Ereignissen auf, von denen nur einige genannt werden können.

Der Gründung der Bank of England stand auch die finanzielle Misere König William III. gegenüber, der aufgrund des Krieges gegen Frankreich dringend Kapital benötigte. Die Seidenwarenhändler und anderen Kaufleute stellten in ihren Zunfthäusern die ersten Geschäftsräume der Bank of England zur Verfügung und seinerzeit waren insgesamt 17 Mitarbeiter für die Bank tätig. Viele Zentralbanken in Europa nahmen sich bei ihren Gründungen die Bank of England zum Vorbild. Durch den Ersten Weltkrieg stiegen die Staatsschulden auf eine Höhe von 7 Milliarden Pfund und der Bank gelang es, die entstandenen Staatsschulden zu lenken und damit eine Inflation zu vermeiden. Seinerzeit wurden auch die Devisenreserven und der Goldbestand dem Staat übertragen, jedoch das Management blieb in den Händen der Bank of England, was bis heute der Fall ist. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges erfolgte am 1. März 1946 die Verstaatlichung, jedoch war die Bank weiterhin als Berater des Schatzkanzlers tätig. Nach der Nationalisierung konnte die Bank of England Beratungen auf geld- und währungspolitischer Ebene durchführen und trug hierfür die entsprechende Verantwortung.

Eine Schlüsselrolle hatte die Bank of England in den 1980er Jahren, indem sie bei den Bankenkrisen das seinerzeitige Finanzwesen wieder in den Mittelpunkt der Regierungspolitik rückte. Der Aufbau der Bank wurde im Jahre 1998 geändert und der Passus „Bank of England Act“ eingeführt. Die neue Gliederung hat seither insgesamt drei Hauptgeschäftsbereiche und zwar sind diese Statistik und Währungsanalyse, Währungsstabilität und Finanzmarktoperationen. Eine besondere Abteilung hat die Aufgabe, den Kontakt zur Europäischen Union zu pflegen.

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Im Mai 2006 wurden neue Regeln bezüglich der Steuerung des Geldmarktes eingeführt und dabei die Mindestreserve bei einer Verzinsung in den Mittelpunkt rückt. Nach dem Bankengesetz des Jahres 1998 wurde die Struktur des Bankvorstandes grundlegend geändert, indem unter anderem der Schatzkanzler gegenüber der Bank of England ein Weisungsrecht hat und somit das öffentliche Interesse gewährleistet ist. Die einzelnen Direktionsmitglieder werden von der Krone ernannt, nachdem diese zuvor vom Premierminister vorgeschlagen wurden. Der Schatzkanzler hat ein besonderes Weisungsrecht gegenüber der Bank. Weitere Reformen sind die, dass nach dem Banking Act 2009 eine Modernisierung des Vorstandes beschlossen wurde. Hiermit hat die Bank of England alle wichtigen Funktionen inne und ist eine Zentralbank, die die Preisstabilität sichert und die Wirtschaftspolitik der Regierung unterstützt.

Informationen zu Bank of England:

Gründung:

27. Juli 1694

Währung:

Pfund Sterling

Adresse:

Threadneedle St
London EC2R 8AH
Vereinigtes Königreich

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Bank

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